Mammographie...
Was Sie
wissen und beachten sollten, bevor Sie mammographiert werden
- Warum
Mammographie?
- Technik
- Wie
läuft die Untersuchung ab?
- Wie
steht es mit der Strahlenbelastung?
- Evtl.
Zusatzuntersuchung?
- In
welchem Alter und in welchen Abständen wird Mammographiert?
- Merkblatt
Mammographie
|

Schematische Darstellung der Brust
|
 |
Warum Mammographie?
Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung,
mit der in vielen Fällen Knoten in einem Stadium
erkannt werden können, in dem sie noch nicht tastbar
sind. Sie hilft ferner, gutartige von bösartigen
Veränderungen zu unterscheiden und dient desweiteren
der Verlaufskontrolle bei einer behandelten Tumorerkrankung.
Brustkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen
der Frau, etwa jede 12. ist hiervon betroffen. Mit der
Mammographie können kleinste Einzelheiten der Brust
gut erkannt werden, so daß schon Mikroverkalkungen
(häufig der erste Hinweis auf Krebs!) ab 0,1 mm
Durchmesser und kleinste Tumoren ab 5mm Durchmesser
nachweisbar sind. Werden Tumoren dieser Größenordnung
entdeckt, so sind die Lymphknoten in den Abflußgebieten
der Geschwülste meist noch nicht vom Tumor befallen
und die Zehnjahresheilungschance nach der Behandlung
beträgt über 80%. In den meisten dieser Fälle
kann auch bei bösartigen Tumoren brusterhaltend
operiert werden. Die Mammographie ist damit jeder anderen
Früherkennungsmethode weit überlegen.
|
| |
|
[ zurück zum Seitenanfang ] |
| |
 |
|
 |
|
Technik:
Mit einer besonders weichen Röntgenstrahlung werden
die Drüsenstrukturen dargestellt, die weiche Strahlung
wird überwiegend in der Brustdrüse absorbiert,
sie gelangt nicht in den übrigen Körper und
an die Keimdrüsen.
- Wärend der Untersuchung stehen Sie. Bitte beachten
Sie die Atemkommandos der Med.-technischen Assistentin
und halten Sie kurzfristig die Luft an!
|
| |
 |
|
|

Seitliche Einstellung
|
|
Wie läuft die Untersuchung ab?
Die Brust wird auf einen Röntgenfilmtisch gelegt
und mit einer Kompressionsplatte vorsichtig zusammengedrückt.
Sie sollten der Medizinisch-Technischen-Assistentin,
die die Mammographieaufnahmen bei lhnen anfertigt sagen,
wann sie mit dem zusammendrücken der Brust aufhören
soll. Beachten Sie dabei, daß die für ein
gutes Röntgenbild notwendige Strahlendosis um so
niedriger ist und das Bild selbst um so besser beurteilbar,
je stärker komprimiert wird. Sie sollten jedoch
nicht aus Angst vor Röntgenstrahlen unnötige
Schmerzen auf sich nehmen.
Von jeder Brust werden zwei Aufnahmen angefertigt (eine
von oben, ein schräg seitlich, bei unklaren Veränderungen
noch eine 3. und 4.). Die Entwicklung der belichteten
Aufnahmen dauert einige Minuten, danach (manchmal auch
davor) wird Sie der Röntgenarzt untersuchen, Ihre
Brust abtasten und die angefertigten Bilder mit einer
Lupe betrachten, um auch feinste Kalkablagerungen erkennen
zu können.
|
| |
 |
|
|

Brustkrebs in der Mammographie
|
|
"Wie steht es mit der sogenannten Strahlenbelastung?"
Die für ein gutes Mammogramm erforderliche Strahlendosis
ist durch die technische Entwicklung der letzten 10
Jahre konstant zurückgegangen. Sie beträgt
heute nur noch etwa den 10. Teil der Dosis, die man
früher benötigte. Ein Zusammenhang zwischen
Mammographie und Brustkrebsentstehung, wie er vor Jahren
noch diskutiert wurde, hat sich trotz Einsatz der Mammographie
in den vergangenen 25 Jahren nicht nachweisen lassen.
Hinzu kommt, daß die Heilungschancen bei Brustkrebs
fast verdoppelt werden konnten. Dank der Früherkennung
mit Hilfe der Mammographie und der daraus resultierenden
modernen Behandlungsmethoden ist eine brusterhaltende
Operation in sehr vielen Fällen möglich geworden.
Da ein minimales Restrisiko durch die Bestrahlung der
Brustdrüse nicht mit Sicherheit auszuschließen
ist (es liegt weit unter dem, was Sie z.B. als Verkehrsteilnehmer
eingehen, wenn Sie mit Ihrem Auto oder als Fußgänger
zu dieser Untersuchung kommen!) wird Ihr Röntgenarzt
die Untersuchung so durchführen, als würde
ein Strahlenrisiko bestehen: Er wird nicht mammographieren,
wenn Sie jünger als 18 Jahre sind, und er wird
die Strahlendosis durch geeignete Röntgengeräte
und Film-/Folienkombination sowie durch optimale Entwicklung
des Filmes absolut minimieren und die Kontrollabstände
so groß wie möglich wählen. Gesundheitliche
Schäden und sonstige Komplikationen durch die Mammographie
sind also nicht bekannt.
|
| |
 |
|

So tasten Sie sich richtig ab |
|
Evtl. Zusatzuntersuchungen?
Zusätzlich zur Mammographie wird die Brust vom
Arzt betrachtet und abgetastet. Aber auch Sie selbst
können Ihre Brüste zu Hause abtasten, um somit
evtl. Veränderungen im Drüsengewebe schneller
ausfindig zu machen. Anleitung zur Selbstuntersuchung
der weiblichen Brust gibt Ihnen das Video "Die
Brust zwischen Erotik und Angst", das im Buchhandel
erhältlich ist. (Perimed-Verlag, Postfach 3740,
91058 Erlangen).
Bei dichtem Drüsengewebe erfolgt eine Ultraschalluntersuchung,
bei Knoten und Verhärtungen eine Feinnadelpunktion,
lesen Sie hierzu folgende Zusatzinformation.
|
| |
 |
|

Das Milchgangssytem der
Brust im Ausgießpräparat.
Brustkrebs entsteht in
diesen Gängen |
|
In welchem Alter und in welchen Abständen wird
mammographiert?
Mammographiert wird - unabhängig vom Lebensalter
- immer dann, wenn ein Knoten in der Brust zu tasten
ist, wenn also Krebsverdacht besteht.
Wenn ein Knoten oder eine Verhärtung (mit oder
ohne Schmerzen) zu tasten sind, kann die Mammographie
Information über die Ausdehnung, über Ein-
und Mehrherdigkeit eines Tumors sowie über die
Beschaffenheit der gesunden Brust liefern. Je nach Untersuchungsergebnis
empfehlen sich dann eine Operation oder Kontrollen in
6- bis 12- bis 24monatigen Abständen. Wir werden
Sie hierüber informieren. Sollten Sie zu einer
Frauengruppe gehören, bei der ein erhöhtes
Risiko für eine Brustkrebserkrankung besteht (eigene
Krebserkrankung oder Operation einer Krebs- vorstufe,
Brustkrebs bei Mutter oder Schwestern in jungen Jahren
(unter 50), sind - unabhängig von Ihrem Alter -
jährliche Mammographien ratsam.
|
| |
 |
|
|

Zustand nach brusterhalten-
der Krebsbehandlung der
rechten Seite.
Gutes kosmetisches Ergebnis
nach operativer Entferung
der Geschwulst und Nach-
bestrahlung

Tumorbedingte Einziehung
der Brustwarze auf die Sie
achten sollten
|
|
Ab 40 Jahren sollte sich jede Frau regelmäßig
in 2jährigen Abständen mammographieren lassen,
denn die Brustkrebshäufigkeit nimmt ab diesem Alter
kontinuierlich zu und nur durch eine frühe Erkennung
kann die Brust erhalten und die Heilung begünstigt
werden. Ab dem 35sten Lebensjahr kann sich jede Frau einer
Basisuntersuchung unterziehen. Bei dieser wird festgestellt,
ob die Brust überhaupt mammographisch beurteilbar
ist, ob sonstige Risikofaktoren vorliegen und in welchen
Abständen die weiteren Untersuchungen erfolgen sollten.
Entgegen anders lautenden Berichten ist die Vorsorgemammographie
auch bei 40- bis 49jährigen Frauen effektiv. Sie
kann die Sterberate an Brustkrebs um ca. 20% senken, bei
50- bis 70jährigen sogar um 30%.
Bei Beachtung der vorgeschlagenen zeitlichen Intervalle
und einer modernen Röntgeneinrichtung wird von seriösen
Strahlenbiologen das Strahlenrisiko der Mamrnographie
als außerst niedrig bzw zu vernachlässigend
eingestuft.
Hinweis:
Über das richtige Abtasten und andere Informationen
über die Brust ist ein Video im Buchhandel erhältlich
unter dem Titel: "Die Brust zwischen Erotik und Angst
- eine Anleitung zur angstfreien Selbstuntersurhung der
Brust". ISBN 3-89548-300-1
|
| |
 |
|
|